secra bookings im Gespräch: Was uns antreibt und wohin wir wollen
Für viele Kunden ist die Frage entscheidend, wie sich secra bookings strategisch weiterentwickelt und welche Rolle das Unternehmen künftig im Markt spielen will. Im Interview geben CEO Stefan Grimm und CTO Ryan Scoville einen offenen Einblick in die wichtigsten Veränderungen des Unternehmens, benennen klare Prioritäten und die Vision für die kommenden Jahre.
secra bookings hat sich in den vergangenen Monaten spürbar weiterentwickelt. Wofür steht das Unternehmen aus Ihrer Sicht?
Stefan Grimm
„secra bookings steht für mich ganz klar für Verlässlichkeit und für den Anspruch, Dinge wirklich gut zu machen. Nicht nur irgendwie so, dass sie funktionieren, sondern so, dass man sich als Kunde darauf sicher verlassen kann.
Wir entwickeln technologische Lösungen für die Vacation-Rental-Branche immer mit dem Gedanken: von Menschen für Menschen. Denn am Ende geht es nicht nur um Software, sondern darum, den Arbeitsalltag von Gastgebern, Vermietungsagenturen und Destinationen spürbar zu erleichtern. Und damit auch die Grundlage für ein rundum gelungenes Urlaubserlebnis von Gästen zu schaffen.“
Das klingt nach einem klaren Anspruch. Was treibt Sie dabei besonders an?
Stefan Grimm
„Wir wissen sehr genau, dass unsere Kunden eine anspruchsvolle Aufgabe haben. Und das Wichtigste für uns ist, sie bei der Bewältigung dieser Aufgabe bestmöglich zu unterstützen. Wenn ich es auf den Punkt bringen soll: Wir wollen das System sein, auf das man sich rund um die Uhr verlassen kann, wenn es um Vermietungs- und Buchungsprozesse geht.“
Ryan Scoville
„Viele unserer Kunden arbeiten mit zu vielen Systemen, zu vielen manuellen Prozessen und entsprechend vielen Fehlerquellen. Das kostet Zeit und Energie. Was wir gut können, ist Struktur hineinzubringen: Prozesse sauber abbilden, Dinge automatisieren, Klarheit schaffen. Wir nehmen Komplexität ’raus. Das ist der Kern unserer Lösungen. Der Mehrwert wirkt oft unspektakulär, ist aber jeden Tag spürbar: weniger Abstimmung, weniger Probleme, mehr Überblick.“
Entlastung im Arbeitsalltag klingt gut. Wodurch gelingt das?
Stefan Grimm
„Das schaffen wir mit intelligenter Software, aber auch mit einem Team, das im Zweifel einfach da ist und unterstützt. Am Ende geht es um positive Urlaubserlebnisse. Und die entstehen durch gute Abläufe, aber vor allem durch langlebige Beziehungen zwischen Menschen. Auch wenn wir im Hintergrund arbeiten, sind wir Teil dieses Kosmos.“
Wer sind denn die Menschen im Unternehmen, die im Hintergrund arbeiten?
Stefan Grimm
„Viele aus unserem Team haben selbst einen persönlichen Bezug zu Urlaubsregionen und zur Branche. Sie kennen die Herausforderungen nicht nur theoretisch, sondern sehr nah am echten Alltag. Dieses Verständnis, kombiniert mit viel Einsatz für unsere Kunden, prägt unsere Arbeit jeden Tag.“
Innerhalb des Unternehmens hat sich zuletzt spürbar viel getan. Möchten Sie das kurz einordnen?
Stefan Grimm
„Ganz ehrlich: Wir haben in den letzten Jahren zu wenig in unsere Kundenbeziehungen investiert und zu langsam auf veränderte Marktanforderungen reagiert. Damit sind wir in den letzten Monaten sehr selbstkritisch umgegangen.
Das war teilweise ein schmerzhafter Prozess, und die internen Diskussionen waren entsprechend emotional. Aber genau diese Offenheit war notwendig, um uns ehrlich zu hinterfragen und unsere Baustellen klar zu benennen. Der Markt bleibt schließlich nicht stehen, im Gegenteil.“
Ryan Scoville
„Aktuell herrscht viel Unsicherheit in der gesamten Branche. Es gibt zunehmende makroökonomische Faktoren, die eine Rolle spielen, aber auch die technologischen Entwicklungen sorgen für einen Umbruch in der Buchungswelt. Niemand kann mit Sicherheit sagen, wie sich die Branche, gerade im Hinblick auf Agentic AI, entwickeln wird. Besonders die Frage, wie Agenturen und Destinationen ihr Inventar zukünftig qualitativ auf die unterschiedlichen Zielgruppen abstimmen, sodass die Objekte weiterhin vom Reisenden gefunden und ausgewählt werden, ist zentral.“
Wie positioniert sich secra bookings im Vergleich zur Konkurrenz?
Ryan Scoville
„Unser Ansatz ist es, genau hier Orientierung zu geben. Wir entwickeln nur noch Software, die echten Kundennutzen hat. Gleichzeitig sehen wir, dass sich der Markt konsolidiert: Viele SaaS-Anbieter stoßen mit ihren Legacy-Systemen an Grenzen und haben Schwierigkeiten, mit der Dynamik durch AI Schritt zu halten. Es reicht heute nicht mehr, von Feature zu Feature zu denken. Gefragt sind ganzheitliche, flexible Lösungen, die durch KI ergänzt und besser werden.“
Flexibel, vernetzt, zukunftsfähig. Was hilft secra bookings dabei, diesen Wandel aktiv mitzugestalten?
Stefan Grimm
„Durch unsere Zugehörigkeit zur HomeToGo-Pro-Gruppe sind wir sehr nah an diesen Entwicklungen und profitieren stark vom Wissensaustausch im Verbund. Ein zentraler Grundsatz ist für uns „AI First“. Das heißt: Wir stellen uns bei jeder Entwicklung die Frage, wie wir Prozesse durch KI sinnvoll verbessern können. Immer mit Blick auf den Nutzer und die User Experience.
Ich glaube nicht, dass man dieses Rennen nur mit großem Marketing-Getöse gewinnt. Am Ende entscheiden die Kunden. Und die merken ziemlich schnell, ob etwas wirklich besser funktioniert oder nur gut klingt.“
Für Kunden ist ja immer spannend, welche Funktionen in der Zukunft konkret geplant sind. Geben Sie uns doch da einmal einen Einblick.
Ryan Scoville
„Wir denken weniger in einzelnen Features, sondern in Verbesserungen, die man im Alltag wirklich spürt. Ein großes Thema ist Geschwindigkeit. Wie schnell reagiert das System? Wie stabil laufen Buchungen durch? Das sind die Dinge, die am Ende zählen. Dann natürlich die User Experience. Viele Systeme sind über Jahre gewachsen und entsprechend komplex geworden. Da gehen wir bewusst einen Schritt zurück und fragen: Wie müsste das heute eigentlich aussehen? Vereinfachung und nicht Over-Engineering ist das Ziel.
Und ja, KI wird eine Rolle spielen, aber nicht als Buzzword. Sondern dort, wo sie konkret hilft: bei Automatisierung, in der Buchungslogik, bei der Verbesserung der Objektqualität oder bei dynamischen Preisprozessen.
Am Ende sollen sich unsere Kunden auf das konzentrieren können, womit sie ihr Geld verdienen: die Betreuung von Gästen und Gastgebern. Das größte Kompliment für uns ist, wenn man uns im Alltag gar nicht wahrnimmt. Weil im Hintergrund einfach alles sauber funktioniert.“
Blicken wir noch einmal zurück. Was war ein wichtiger Wendepunkt in der Entwicklung von secra bookings?
Stefan Grimm
„Der Moment, in dem wir ehrlich auf uns selbst geschaut haben. Wir mussten uns eingestehen, dass wir in einigen Bereichen nicht mehr gut genug waren, sowohl in der Software als auch im Service. Das ist vielleicht keine angenehme Erkenntnis, aber ein extrem wichtiger Schritt und Ausgangspunkt für nachhaltige Veränderungen.
Wir haben angefangen, gezielt Menschen ins Unternehmen zu holen, die Lust haben, Veränderungen aktiv mitzugestalten. Mehr Struktur, mehr Verantwortung, weniger „so haben wir das schon immer gemacht“. Gleichzeitig war es uns wichtig, auch die langjährigen Teammitglieder mit ihrer großen Erfahrung stärker einzubinden und ihnen Raum zu geben, die Zukunft von secra bookings aktiv mitzugestalten.“
Was hat sich dadurch im Unternehmen verändert?
Stefan Grimm
„Wir haben uns bewusst gemacht, wofür und für wen wir das alles tun. Nicht mehr Dinge aus Selbstzweck heraus, sondern mit konsequentem Fokus auf den Kundennutzen.
Wir sind sicher noch nicht da, wo wir sein wollen, aber wir sind auf einem guten Weg. Wir haben ja auch erst angefangen und es werden noch viele spannende Entwicklungssprünge folgen. Da bin ich mir sehr sicher.“
Und jetzt der wichtige Blick nach vorne: Wo wollen Sie in 3 bis 5 Jahren stehen?
Ryan Scoville
„Ich bin überzeugt, dass sich die Branche stärker verändern wird, als viele heute erwarten. Ein Teil der Buchungen wird künftig nicht mehr ausschließlich über klassische Websites laufen, sondern über Systeme, die direkter mit dem Gastgeber interagieren. Vieles wird im Hintergrund passieren, und Agentic AI wird neben der klassischen Suche ein zusätzlicher Kanal für die Urlaubsplanung werden.
Ich glaube aber nicht, dass die gesamte Buchungslogik dadurch ersetzt wird. Vertrauen spielt eine enorme Rolle und wird oft unterschätzt. Menschen wollen Entscheidungen auch zukünftig weiterhin selbst treffen. Urlaub ist kein standardisiertes Produkt und wird es auch nie sein. Schon die Urlaubsplanung ist Teil der Urlaubserfahrung.“
Welche Rolle will secra bookings in diesem Wandel übernehmen?
Stefan Grimm
„Unsere Rolle sehe ich klar: Wir wollen die Plattform sein, die zwischen Gast und Gastgeber steht und genau diese neuen Nutzungsformen abbildet. Also nicht nur ein Buchungssystem, sondern die Logik dahinter. Wenn wir das richtig machen, sind wir in ein paar Jahren nicht einfach ein Anbieter unter vielen, sondern der zentrale Baustein im Markt.“
Ryan Scoville
„Wir bleiben klar bei unserem Kern: Agenturen, Destinationen und professionelle Ferienhausvermieter. Aber wir denken das stärker im Zusammenspiel. Viele arbeiten heute noch relativ isoliert voneinander. Da sehen wir viel Potenzial, Dinge besser zu vernetzen. Gleichzeitig öffnen wir uns stärker für größere Strukturen: Agenturen, die skalieren wollen, und Destinationen, die datengetriebener arbeiten. Der Markt entwickelt sich weg von Einzellösungen hin zu vernetzten Systemen.“
Was ist Ihr übergeordnetes Ziel für die kommenden Jahre?
Stefan Grimm
„Genau dort, zu den vernetzten Systemen, wollen wir hin, nicht als reines SaaS-Tool, sondern als Plattform und Brückenbauer. Unser Ziel ist es, Urlaubsregionen in Deutschland und Mitteleuropa nachhaltig zu stärken und langfristige Partnerschaften auf Augenhöhe aufzubauen.“
Liebe Kunden,
dieses Interview mit unseren secra bookings Geschäftsführern gibt einen Einblick in das, was uns aktuell bewegt und woran wir arbeiten. Gleichzeitig ersetzt kein Text den persönlichen Austausch mit unseren Kunden und Partnern. Wenn Sie weiterführende Fragen zu unseren Lösungen oder zur strategischen Ausrichtung haben, sind wir jederzeit gerne für Sie da.